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Aaron, Aron: ziemlich beliebt. Aus dem Hebräischen. Genauere Bedeutung unbekannt. Nach dem Alten Testament war Aaron der ältere Bruder von —> Moses. 3. Jh.: Der erste christliche Geschichtsschreiber Britanniens berichtet von einem jüdischen Kaufmann namens Aaron, der zum christlichen Glauben konvertierte. Namenstag: 22. Juni. 16. Jh.: In der Shakespeare-Tragödie »Titus Andronicus« spielt ein Aaron eine üble Rolle. Abkürzungen: Ari, Ron, Ronnie.

Abel: seit dem 12. Jh. bekannt. Ist aber ein eher seltener biblischer Name. Aus dem Hebräischen. Die Bedeutung »Vergänglichkeit« bezieht sich auf die biblische Geschichte von Kain und Abel: Abel, der zweite Sohn von —i> Adam und Eva, wurde von seinem Bruder Kain aus Neid erschlagen. Namenstag: 9. Dezember. 17. Jh.: Abel Janszoon Tasman, ein niederländischer Seefahrer, umsegelte Australien. Ging als erster Europäer in Neuseeland an Land. Die Insel Tasmanien wurde nach ihm benannt. Kosename: Abelin. Abkürzung: Abi.

Abraham: ein biblischer Name. Kommt aus dem Hebräischen und dem Alten Testament. Der Stammvater Israels hieß Abraham. Bedeutung: Vater der Menge. In Deutschland seit dem frühen Mittelalter bekannt, aber selten. 18./19. Jh.: Abraham Gottlob Werner, berühmter Mineraloge, unterrichtete Studenten aus ganz Europa, auch —> Alexander von Humboldt. 19. Jh.: Abraham Lincoln führte als Präsident der USA sein Land durch den Bürgerkrieg und setzte sich für die Abschaffung der Sklaverei ein. In Arabien: Ibrahim.

Absalom, Absalon: klingt fremd in unseren Ohren. Aus dem Hebräischen. Bedeutung: Vater des Friedens. Nach der Bibel  war Absalom ein jüngerer Sohn Davids und ein Halbbruder Salomos. Obwohl er seinen Vater liebte, wollte er ihn entthronen. In Schweden: Axel. Abkürzung: Ab.

Achas, Achaz, seltener Achatz, Acatius, Achatius: ursprünglich aus dem Hebräischen. Bedeutung: Der Herr besitzt. Seit dem 15. Jh. bekannt. Es gibt mehrere Heilige dieses Namens. 12. Jh.: Der Legende nach war Achatius Anführer eines kaiserlichen Heeres. Vor dem Kampf erschien ihm ein Engel, der ihn zum christlichen Glauben brachte. Namenstag: 22. Juni. In Finnland: Aimo, Aino. Abkürzung: Assa.

Achill, Achilles: kommt aus dem Griechischen. Achill war ein Held in der griechischen Mythologie. Der Sohn eines menschlichen Vaters und einer göttlichen Mutter galt als unverwundbar, bis auf eine Stelle an der Ferse - daher der Begriff »Achillesferse« für eine Schwachstelle. In Frankreich, Italien: Achille. Kosenamen: Ilia, Ilja.

Achim, Akim: Kurzformen von —> Joachim. Ein biblischer Name. Ursprünglich aus dem Hebräischen. Bedeutung: Gott richtet auf. 19. Jh.: Achim von Arnim, Ehemann der Schriftstellerin Bettina von Arnim und bekannter Dichter der Romantik, stellte zusammen mit seinem Schwager —> Clemens Brentano die Volksliedersammlung »Des Knaben Wunderhorn« zusammen. Abbkürzungen: Immo, Kim.

Adalbert, Adelbert, Adelbrecht: traditionell und heute fast in Vergessenheit geraten. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel, glänzend. 10. Jh.: Der Asket Adalbert von Prag versuchte die Böhmen vom Heidentum abzubringen. Er wurde der erste Märtyrer Preußens. Namenstag: 23. April. 18. Jh.: Adelbert von Chamisso war Dichter, Weltumsegier und Naturforscher. Außerdem: Adalbert Stifter, im Böhmerwald geborener Dichter, vor allem wegen seiner sehr ausführlichen Natur- und Landschaftsbeschreibungen geliebt, aber auch gefürchtet. In Italien: Adalberto; in Frankreich: Aubert; in Ungarn: Bela. Abkürzungen: Abel, Adi, —> Albert, Albrecht, Bela, Bert.

Adam: war früher beliebter als heute. Ein biblischer Name, aus dem Hebräischen. Bedeutung: Mensch aus Erde. Nach der Schöpfungsgeschichte war Adam der Stammvater der Mensehen. Namenstag: 24. Dezember. Seit dem Mittelalter als Vorname bekannt. 16. Jh.: Adam Ries war ein Rechenmeister aus Oberfranken, der als Vater des modernen Rechnens gilt. Noch heute wird der Ausspruch »das macht nach Adam Riese ...!« gebraucht, um die Richtigkeit eines Rechenergebnisses zu betonen. Außerdem: Adam Elsheimer, bedeutender deutscher Maler. Malte meist kleine Bilder, für deren feine Ausführung er eine Lupe zu Hilfe nahm. 18. Jh.: Adam Smith, in Schottland geborener Moralphilosoph. In Italien: Adamo; in Spanien: Adan; in Portugal: Adao; in Tschechien: Damek.

Adil: aus dem Türkischen. Bedeutung: gerecht.

Ado: ein alter Name, wohl Abkürzung von Adolar. 8./9. Jh.: Ado von Vienne, ein in der Champagne geborener Benediktinermönch, wurde durch seine geschichtlichen Werke bekannt. Namenstag: 16. Dezember.

Adrian: zeitlos und recht beliebt. Aus dem Lateinischen. Verwandt mit —> Hadrian. Der Name bezieht sich auf den Ort Hadria. 4. Jh.: Adrian oder Hadrian von Nikomedien, ein römischer Offizier, trat mutig für seinen christlichen Glauben ein und starb als Märtyrer. Namenstag: 8. September. 15./ 16. Jh.: Der niederländische Papst Hadrian VI. aus Utrecht musste sich mit den Anfängen der Reformation auseinandersetzen. Eine Variante: Arian. In den Niederlanden: Adriaan, Adriaen; in Frankreich: Adrien; in Italien und Spanien: Adriano. Abkürzungen: Adi, Adri, Ari, Dino, Rino.

Ägid, Ägidius. Auch Aegid, Aegidius: Klassiker. Bereits im Mittelalter bekannt. Verwandt mit —» Egid. Kommt aus dem Griechischen. Bedeutung: der Beschützende, Schildhalter. 9. Jh.: Sankt Ägidius, Abt im Kloster St. Gilles in Südfrankreich, wird als Heiliger verehrt. Namenstag: 1. September. In Frankreich: Gilles; in England: Giles; in Südeuropa: Egidio. Abkürzungen: Gil, Gill, Gilles, Jil, Jill.

Aemilius: ein Klassiker. Aus dem Lateinischen. Der Name bezieht sich auf die altrömische Familie der Aemilier. 2. Jh. v. Chr.: Aus dieser Familie kommt der berühmte Politiker Marcus Aemilius Lepidus. 4. Jh.: Aemilius von Capua war ein italienischer Märtyrer. Wird als Heiliger verehrt. Namenstag: 22. Mai. Abkürzungen: —> Emil, Milius.

Agilo: alt, aber nicht verstaubt. Kurzform von Namen mit den Anfangssilben »Agil« wie etwa Aginald, Agilof. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Schwertspitze. Abkürzungen: Agi, Aggi, Golo, Olo.

Agin: ein alter Name, wirkt aber dennoch zeitlos. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Schwertspitze.

Ago: eine schon lange verselbständigte Kurzform von Namen mit den Anfangssilben »Agi« oder »Ago«, wie beispielsweise Agomar, Aginolf. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Schwertspitze.

Ahlert: ungewöhnlich. Lässt aufhorchen. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel, hart. Abkürzungen: Adi, Ado, Adu. -» Alhard.

Aime: in Frankreich bekannt. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: der Geliebte. 18./19. Jh.: Aime-Jacques-Alexandre Bonpland war ein berühmter Naturforscher, der mit —> Alexander von Humboldt Spanien und Amerika bereiste.

Aimo: verwandt mit —> Heimo und Haimo. Kurzform von Namen mit der Anfangssilbe »Heim«, wie etwa Heimrad, Heimerich. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Heim. Oder auch als finnische Form von —> Achas, Achaz. Aus dem Hebräischen. Bedeutung: der Herr besitzt.

Al: kurz und bündig. Aus dem Englischen. Kurzform von Namen mit der Anfangssilbe »Al« wie —> Alvin. 20./21. Jh.: Al Gore, amerikanischer Politiker und ehemaliger Vizepräsident. Wollte Präsident werden, wurde stattdessen Unternehmer, Umweltschützer und Friedensnobelpreisträger. Außerdem: Al Pacino, amerikanischer Schauspieler, eine Größe in Hollywood.

Alain: gleichbleibend beliebt in Frankreich. Auch bei uns bekannt. Wohl aus dem Keltischen. Bedeutung: Fels. Oder der Name bezieht sich auf das iranische Volk der Alanen. 12./13. Jh.: Alain de Lille, französischer Philosoph, Mönch und Dichter, gilt als Heiliger. Von ihm soll der Ausspruch »Alle Wege führen nach Rom« stammen. Namenstag: 30. Januar. 20./21. Jh.: Der Schauspieler Alain Delon war lange Frankreichs attraktivster Schauspieler. War besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren äußerst populär.

Alan, Allan, Allen: die englische Variante von —» Alain. Wohl aus dem Keltischen. Bedeutung: Fels. Oder der Name bezieht sich auf das iranische Volk der Alanen. 19. Jh.: Edgar Allan Poe, amerikanischer Schriftsteller, gilt als erster Krimiautor. Bringt seine Leser heute noch zum Schaudern. 20./21. Jh.: Alan Greenspan, Wirtschaftsfachmann, lange Jahre Vorsitzender der US-Notenbank und Währungshüter. Weitere Formen: Alen, Allyn.

Alban: eleganter schlichter Name, abgeleitet von Albanus. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: Mann aus Alba. 4./5. Jh.: Der Priester und Missionar Alban von Mainz ließ sein Leben für den christlichen Glauben. Namenstag: 21. Juni. 5. Jh.: Alban von England starb als erster christlicher Märtyrer Britanniens. Namenstag: 22. Juni. 19./20. Jh.: Alban Berg, österreichischer Komponist. Trug dazu bei, die klassische Musik zu erneuern. In Italien: Albano. Abkürzung: Al.

Alberich: ein Name mit Geschichte. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Naturgeist und reich. In der germanischen Mythologie ist Alberich König eines Elfen- und Zwergengeschlechts. In der Nibelungensage hütet er den Nibelungenhort. Dank seiner Tarnkappe kann er sich unsichtbar machen. 19. Jh.: In den Wagneropern »Ring der Nibelungen« spielt Alberich eine wichtige Rolle. Weitere Form: Elberich. Abkürzungen: Al, Aldo, Bert, Bertel, Berti, Rick. —> Oberon.

Albero: ungewöhnlich. Weckt Aufmerksamkeit. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel und Bär. Im Mittelalter ganz oben in der Beliebtheitsskala. 12. Jh.: Albero von Munsterol, streitbarer und hochgebildeter Erzbischof von Trier. Abkürzungen: Abo, Beo, Bero.

Albert: neuere Form von —> Adalbert. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel, glänzend. 13. Jh.: Albertus Magnus, auch Albert von Köln genannt, versuchte als Kirchenlehrer schon damals, wissenschaftliches Denken mit dem Glauben zu verknüpfen und beides zu fördern. Namenstag: 15. November. 19./20. Jh.: Der deutsche Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein prägte mit seiner Relativitätstheorie die physikalischen Vorstellungen nachfolgender Generationen. Ebenfalls unvergessen: Der Friedensnobelpreisträger, Theologe, Arzt, Musikforscher, Organist und Philosoph Albert Schweitzer. In Italien: Alberto. Abkürzungen: Al, Aldo, Bert, Bertel.

Albin. Auch Albinus: einfach und ansprechend. Abgeleitet von Adalwin, Albwin, —> Alwin. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Elf und Freund. Oder aus dem Lateinischen mit der Bedeutung: der Weiße. I9./20. Jh.: Albin Müller, Künstlername später Albinmüller, war ein berühmter Innenarchitekt, vor allem Möbeldesigner. Abkürzungen: Bibi, Rino.

Albrecht: traditionell. Mal mehr, mal weniger gefragt. Aber durch die Jahrhunderte immer vorhanden. Abgeleitet von —> Adelbrecht. Bereits im Althochdeutschen bekannt. Bedeutung: edel, glänzend. Durch die Jahrhunderte ein Königsund Fürstenname. Auch etliche Künstler hießen Albrecht. 15./16. Jh.: Einer der berühmtesten war Albrecht Dürer, Maler, Kunsttheoretiker und Mathematiker. Arbeitete vor allem in den Techniken des Kupferstichs und Holzschnitts, die er revolutionierte und zugleich perfektionierte. Abkürzungen: Abel, AI, Aldo, Berecht, Bert.

Aldo. Früher Aldus: klangvoll, dabei einfach. Kurzformen von Namen mit der Anfangssilbe »Adal« wie etwa Adalhard, Adalfried. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel. 15./16. Jh.: Aldus Pius Manutius sorgte als hochbegabter Buchdrucker, Typograph und Verleger in Venedig dafür, dass die Literatur der alten Griechen gedruckt, veröffentlicht und damit in der Renaissance wiederentdeckt und studiert werden konnte. —> Alto. Abkürzungen: Al, Dodi, Dody.

Alec: vor allem in England heimisch. Kurform von —> Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann. 20./21. Jh.: Unvergessen ist Alec Guinness, vom Scheitel bis zur Sohle Engländer und längst ein Klassiker unter den Filmstars. Andere Form: Alek.

Alex: schlicht, ungezwungen. Kurzform von —> Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann.

Alexander: ein Klassiker, der seit Langem zu den Spitzenreitern auf der Hitliste der Namen zählt. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann. 4. Jh. v. Chr.: Alexander der Große, makedonischer König, zog nach Ägypten, dann über Persien bis nach Indien und machte seinen Zeitgenossen klar, dass die Welt größer ist als bis dahin vermutet. 2. Jh.: Der erste Papst namens Alexander machte von sich reden. 15. Jh. ein weiterer Kirchenfürst war Papst Alexander VI., ein skrupelloser Lebemann, gnadenloser Machtpolitiker und Renaissancefürst. Später hießen viele Künstler und Wissenschaftler Alexander: 18./19. Jh. Alexander von Humboldt, berühmter Weltreisender und Naturwissenschaftler, gilt als Universalgelehrter. Reiste um die Welt, erforschte die Meere, die Vulkane, das Klima, den Sternenhimmel und noch vieles mehr. Es gab kaum ein Thema, das den »König der Wissenschaften« nicht interessierte. In Italien: Alessandro; in Griechenland: Alexandras; in Spanien: Alejandro; Kosenamen und Abkürzungen: Alec, Alek, Alessio, Alex, Alexis, Alexius, Alik, Aljoscha, Lex, Sander, Sando, Sascha, Xander.

Alexandre: in Frankreich beliebte Variante von —> Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann. 19. Jh.: Der Schriftsteller Alexandre Dumas der Ältere ist vor allem berühmt durch seine inzwischen x-fach verfilmten Romane »Die drei Musketiere« und »Der Graf von Monte Cristo«. Eine weitere Form: Alissandre. Abkürzungen: Alex, Alexei.

Alexei, Alexej: russische Formen von —> Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann. 19./20. Jh.: Der russische Maler Alexej von Jawlensky lebte lange in Bayern und zählte zur expressionistischen Künstlervereinigung »Der blaue Reiter«. Seine Bilder werden heute noch wegen ihrer intensiven Farbigkeit bewundert.

Alexis, Alexius: lässiger als der Ursprungsname —> Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann. 5. Jh.: Alexius von Edessa war ein Heiliger und Einsiedler, von dem in unterschiedlichen Legenden erzählt wird. Namenstag: 17. Juli. 20. Jh.: Alexis Sorbas, lebenserfahrener Grieche, dargestellt von Anthony Quinn im gleichnamigen Film, ist bis heute Kult. Wer den Namen hört, beginnt Sirtaki zu tanzen. Abkürzungen: AI, Lex, Lexius.

Alf: kurz. Prägnant. Eine aus der Mode gekommene Kurzform von —> Alfred oder —> Alfons. In Italien: Alfio.

Alfons, Alphons: schon bei den Westgoten bekannt. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Kampf, edel. In Spanien und Portugal seit Jahrhunderten als Königsname gefragt. 13. Jh.: Alfons X., der Weise, König von Kastilien und Leon, dazu König des Heiligen Römischen Reiches, verstand viel von Dichtkunst, Philosophie und Astronomie, leider nicht ganz so viel von seinen Regierungsgeschäften. 18. Jh.: Alfons Maria von Liguori, Jurist, Bischof, Ordensgründer, half in Neapel den Armen. Verfasste eine Moraltheologie, die ihn weltweit bekannt machte. Namenstag: 1. August. In Südeuropa: Alfon-so; in Frankreich: Alfonse. Abkürzungen: Al, Aldo, Fio, Fonse.

Alfred. Alte Form: Alfrad: traditionell. Aus dem Altenglischen. Bedeutung: Elf, Rat. 9. Jh.: Alfred der Große, König der Angelsachsen, gründete Klöster und Schulen. Verteidigte sein Reich gegen die Wikinger und wurde dafür wie ein Heiliger verehrt. Namenstag: 28. Oktober. 19. Jh.: Alfred Nobel, schwedischer Chemiker und Erfinder. Veränderte die Welt ganz wesentlich, denn er erfand das Dynamit, was von großer Bedeutung für die Kriegsführung war. Stiftete den Nobelpreis. 19./20. Jh.: Alfred Döblin, Schriftsteller. Sein Roman »Berlin Alexanderplatz« wird heute noch gelesen. Außerdem: Alfred Hitchcock, Brite, Filmproduzent, vor allem jedoch Filmregisseur von Filmen wie »Psycho« oder »Die Vögel«. Brachte sein Publikum zum Zittern. In Italien: Alfredo. Abkürzungen: Affie, AI, Fred, Freddie, Freddy, Fredl, Fredo.

Alfried: entweder von —> Alfred oder —> Fried abgeleitet, vielleicht auch Kurzform von Adalfrid, Aldfrid. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: erfahren und Friede. Abkürzungen: AI, Fried.

Alhard, Alard. Auch Allert: traditionell, fern jeder Mode. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel und hart. In der Form von Adalhard, Adalhart oder Adelhart bereits zu Zeiten beliebt, als noch Ritterspiele stattfanden und Minnesänger durch die Lande zogen. Weitere Formen: Allhard, Allard. Abkürzungen: Adi, Hartl.

Ali: überall verständlich. Eingängig. Aus dem Arabischen. Bedeutung: der Erhabene.

Alik: frisch. Nicht alltäglich. Aus Russland stammende Kurzform von Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann.

Aljoscha: zärtlich wie ein Kosename. In Russland üblich. Hergeleitet von —> Alexander. Aus dem Griechischen. Bedeutung: schützen und Mann. Abkürzungen: Joscha, Joschi, Joschka, Jossi.

Almar: unkompliziert. Heute sicherlich brauchbarer als der Ursprungsname Adalmar. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel, berühmt. Abkürzungen: Al, Aldo.

Almerich, Amalrich: im Augenblick nicht aktuell. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: reich, mächtig. Andere Form: Elmerich. Abkürzungen: Al, Rik.

Alois, Aloisius. Auch Aloys, Aloysius: in Bayern immer ein Begriff. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: vollkommen. 16. Jh.: Aloisius von Gonzaga, genannt Luigi, setzt sich in Spanien für Arme und Kranke ein. Namenstag: 21. Juni. 18./19. Jh.: Alois Negrelli, Ritter von Moldelbe, österreichischer Ingenieur, der viele der Straßen, Brücken, Bahnen kreuz und quer über die Alpen plante, die wir heute noch kennen. 19./20. Jh.: Nicht zu vergessen die Geschichte von Ludwig Thomas »Münchner im Himmel«, die das Schicksal des Dienstmanns Nr. 172, Alois Hingerl, beschreibt. Abkürzungen: Lois, Loise, Loisl.

Airich, Altrich. Auch Alrik: heute sicherlich selten zu finden. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel, reich. Ältere Form: Ahlrich. Abkürzungen: Al, Rik.

Altman, Altmann: ein alter Name, der kleine Jungs vielleicht zu alt aussehen lässt. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: erfahren, Mann. Abkürzungen: Aldo, Mano.

Alto: aus Friesland. Verwandt mit —> Aldo. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel.

Alvar: aus dem Skandinavischen. Bedeutung: Elf und Herr. 19./20. Jh.: Berühmt wurde der finnische Architekt und Designer Alvar Aalto. Abkürzungen: Al, Varo.

Alvaro: klangvoll. Beliebt in Spanien. Ursprünglich Alawart. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: ganz, Hüter. In Italien: Elvira. Abkürzungen: Al, Varo.

Alwin: vor hundert Jahren hoch im Kurs. Kurzform von Adalwin. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: edel, Freund. In England: Alvin. Abkürzungen: Al, Vin, Vino.

Amadeus. Auch Amade: ein Wohlklang. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: lieber Gott. 13. Jh.: Schon damals war der Name in Frankreich bekannt. So gab es einen Amadeus Graf von Savoyen, der mit vier Königen verschwägert war. 18. Jh.: Der zweite Name des großen österreichischen Komponisten —> Wolfgang Amadeus Mozart. In Italien: Amedeo; in Frankreich: Amedee; in Spanien: Amadeo. Abkürzung: Amon.

Amand: originell, verwandt mit Amandus. Bereits im frühen Mittelalter bekannt. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: liebenswürdig. 13./14. Jh.: Heinrich Seuse, genannt Amandus, war ein deutscher Mystiker, Philosoph und Troubadour, der in seiner Dichtung Gott pries. Namenstag: 25. Januar. 19. Jh.: Auch im Norden war der Name bekannt. So hieß damals ein Hamburger Senator und Bürgermeister Amandus Augustus Abendroth. In Südeuropa: Amando. Abkürzung: Amon. Amatus: edel und ausgefallen. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: der Geliebte. Abkürzung: Tux.

Ambros: besonders. Hergeleitet von Ambrosius. Aus dem Griechischen. Bedeutung: göttlich.

Amin: nicht zu verwechseln mit Arnim. Aus dem Arabischen. Bedeutung: vertrauenswürdig. In der Türkei: Emin.

Amon: originell. Aus dem Hebräischen. Bedeutung: geschickt, arbeitsam. In der Bibel gibt es einen König von Juda namens Amon und in Ägypten einen Sonnengott dieses Namens, der auch als Amun Re bezeichnet wird.

Arnos: einfache Schreibweise, verständlich und doch ausgefallen. Aus dem Hebräischen. Bedeutung: von Gott getragen. Laut Bibel war Arnos ein einfacher, mutiger Mann, der Israel das Gericht Gottes androhte, weil die Sitten verfielen und den Benachteiligten Unrecht geschah.

Anastas. Auch Anastasius: aus dem Griechischen. Bedeutung: Auferstehung. Auch als Papstname bekannt. Heute eher selten. In Griechenland: Anastäsios. Abkürzungen: Ansäst, Staas, Stanz, Stas, Tass, Tasso.

Anatol: zeitlos und international. Aus dem Griechischen. Bedeutung: der aus Anatolien. 3. Jh.: Anatol von Laodicea (in der Türkei) war ein hervorragender Seelsorger und großer Gelehrter. Namenstag: 3. Juli. 20. Jh.: Der französische Schriftsteller Anatole France wurde mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Der Name spielt in der Literatur eine Rolle, zum Beispiel in Leo Tolstois »Krieg und Frieden« oder in Max Frischs »Stiller«. Und —> Arthur Schnitzler schrieb ein Schauspiel namens »Anatol«. In Frankreich: Anatole; in Russland: Anatolij. Abkürzungen Ano, Nando.

Anders: kommt aus Schweden. Verwandt mit —> Andreas. Aus dem Griechischen. Bedeutung: tapfer, tüchtig. Abkürzungen: Andi, Andy, Dedo, Dries.

Andre: die französische, aber auch bei uns übliche Variante von —> Andreas. Aus dem Griechischen. Bedeutung: tapfer, tüchtig. 20./21. Jh.: Andre Heller, Sänger, Schreiber, Kulturmanager, Schauspieler - ein vielseitiger Künstler. Außerdem: Andre Agassi, sagenhafter ehemaliger amerikanischer Tennisspieler. Hat »unsere« Steffi Graf geheiratet, die eine ebenso gute Tennisspielerin war.

Andrea: klingt nach Italien und kommt aus Italien. Als Zweitname geeignet, weil er auch ein Mädchenname ist. Verwandt mit —> Andreas. Aus dem Griechischen. Bedeutung: tapfer, tüchtig. 20./21. Jh.: Der blinde Tenor Andrea Bocelli wird von seinem Publikum vor allem wegen des Liedes »Time to Say Goodbye« geliebt (im Duett gesungen mit Sarah Brightman).

Andreas: ein Klassiker. Mal mehr, mal weniger im Rampenlicht. Aus dem Griechischen. Bedeutung: tapfer, tüchtig. 3. Jh. v. Chr.: Der Name Androlos taucht schon damals auf der Olympialiste auf. 17. Jh.: Der Barockdichter Andreas Gryphius beherrschte mehr als zehn Sprachen. 18. Jh.: Andreas Schlüter, Architekt und Bildhauer, gestaltete das berühmte Bernsteinzimmer. 18./19. Jh.: Andreas Hofer kämpfte in Tirol für die Freiheit. Durch die Jahrhunderte hießen auch etliche Kaiser und Könige Andreas. In England: Andrew; in den Niederlanden: Andres, Andrees, Andries; in slawischen Ländern: Andra, Adrej, Andrij, Andrusch; in Ungarn: Andräs, Andor. Abkürzungen: Anderl, Andi, Andre, Andrei, Andrik, Andro, Andrusch, Andy, Anno, Drees, Drewes, Dries, Enders.

Andrei, Andrej: wie aus einem russischen Roman. Verwandt mit —> Andreas. Aus dem Griechischen. Bedeutung: tapfer, tüchtig. Auch: Andrik.

Angelo, Angelino: klingt nach Süden und Sonne, in Italien entsprechend populär. Verwandt mit —> Angelus. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: Engel. Abkürzungen: Ano, Golo.

Angelus: nicht gerade alltäglich. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: Engel. Seit dem Mittelalter gebräuchlich. 20. Jh.: Als Historiker, Schriftsteller und Sohn von —> Thomas Mann ist Angelus Mann - genannt Golo - vielen ein Begriff. Abkürzungen: Anno, Gero, Golo, Jojo, Luca, Luis.

Angus: in Schottland und Irland bekannt. Aus dem Keltischen. Der Legende nach war Angus Sohn einer Flussfrau und des Gottes Dagda, gezeugt an einem Tag, da Dagda Sonne und Mond angehalten hatte. Weil sich die Welt damals nicht bewegte, stand Angus über der Zeit.

Anian, Anianus: selten. Herkunft und Bedeutung im Dunkeln. 7. Jh.: Der Name erinnert an den Wanderdiakon Anianus. Er wurde der Sage nach von Papst Eugen I. als Glaubensbote zusammen mit —> Marinus nach Bayern gesandt. Kam an den Irschenberg, wo er vierzig Jahre als Einsiedler in Alb lebte. Starb am selben Tag wie Marinus.

Anjo: kurz, knapp und angenehm. Aus dem Bulgarischen. Verwandt mit —> Angelus. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: Engel. Abkürzungen: Jo, Jojo.

Anno: schon lange eingeführt als Kurzform von —> Arnold. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Adler, herrschen.

Anselm: traditionell. Passt immer. Aus dem Germanischen und Althochdeutschen. Bedeutung: Gott und Helm. 11. Jh.: In der Kirche wird Anselm von Canterbury wegen seiner Liebenswürdigkeit, vor allem jedoch wegen seiner Klugheit verehrt. Namenstag: 21. April. 19. Jh.: Anselm Feuerbach war ein bedeutender deutscher Maler. In Italien: Anselmo. Abkürzung: Anno.

Ansgar: aus dem Germanischen, Althochdeutschen. Bedeutung: Gott, Speer. Verwandt mit —> Oskar. 8 .19. Jh.: Der heilige Ansgar, Bischof von Hamburg und Bremen, machte sich als Missionar auf den Weg nach Skandinavien und musste unterwegs mit Seeräubern kämpfen. Namenstag: 2. Februar. 19./20. Jh.: Ansgar von Reichenbach und Steegen, war ein vermögender Forschungsreisender, Philanthrop und Mäzen, der sich sehr für Okkultismus interessierte und sich selbst als Hellseher versuchte. Abkürzungen: Ande, Anderl, Gerry.

Anthony: lässig und ungezwungen wie so viele englische Vornamen. Englische Form von —> Anton. Ursprünglich aus dem Lateinischen. Geht auf einen altrömischen Familiennamen zurück. 20./21. Jh.: Zwei Urgesteine unter den Hollywoodstars trugen und tragen diesen Namen. Einmal Anthony Quinn, unvergesslicher Star etlicher Filmklassiker wie etwa —> »Alexis Sorbas«, dann Anthony Hopkins, ebenfalls Star vieler Hollywoodklassiker. Abkürzung: Tony.

Antoine: romantisch, sanft. Französische Form von —> Anton. Ursprünglich aus dem Lateinischen. Geht auf einen altrömischen Familiennamen zurück. 20. Jh.: Antoine de Saint-Ехuр é гу - eigentlich Antoine Marie Roger, Vicomte de Saint-Exupery - war Pilot, vor allem jedoch Schriftsteller und hat uns die Geschichte »Der kleine Prinz« hinterlassen: ein zeitloses, märchenhaftes Buch zum Träumen. Sein schönstes Zitat: »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«

Anton. Auch Antonius: zunehmend populär. Durch die Jahrhunderte präsent. Aus dem Lateinischen. Geht auf einen römischen Familiennamen zurück. 12./13. Jh.: Antonius von Padua verkündete das Evangelium. Namenstag: 13. Juni. 16./ 17. Jh.: Anton van Dyck war ein niederländischer Maler, dessen Bilder bis heute geschätzt werden. 19. Jh.: Der Komponist Anton Bruckner schrieb seine wunderbaren Symphonien. Außerdem berühmt: Der russische Schriftsteller Anton Tschechow. In Frankreich: Antoine; in England: Antony; in Südeuropa: Antonio; in Ungarn: Antal. In slawischen Ländern: Antek. Abkürzungen: Donal, Donerl, Toni, Tonio, Tony.

Antonin: in Tschechien gefragte Variante von —> Anton. Aus dem Lateinischen. Geht auf einen altrömischen Familiennamen zurück. 19. Jh.: Der Komponist Antonin Dvorak wurde mit seinen Kompositionen weltberühmt. Sein wohl populärstes Werk ist die Symphonie Nr. 9 »Aus der neuen Welt«. Abkürzungen: Anton, Nono, Nonnu, Tonin, Tony.

Antonio: beschwingt, heiter, leichter als der Ursprungsname —> Antonius. Aus dem Lateinischen. Geht auf einen römischen Familiennamen zurück. Kosenamen: Antonello, Antonino. Abkürzungen: Nino, Toni, Tonio.

Anzo: originell. Ansprechend. Passt immer. Aus Italien. Kurzform von —> Anselm. Aus dem Germanischen und Althochdeutschen. Bedeutung: Gott und Helm.

Apollonius: ausgefallen. Aus dem Griechischen. Bedeutung: dem Gott Apollo geweiht. Laut griechischer Sage ist Apollon, Sohn des Zeus, der Gott des Lichts, des Frühlings, der sittlichen Reinheit sowie der Künste, auch der Heilkünste. Abkürzungen: Olli, Polio, Pollus, Pullus.

Arbo: verwandt mit Arbogast. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Erbe, Gast. 7. Jh.: Im Elsass wird Bischof Arbogast verehrt. Namenstag: 21. Juli.

Archibald: ein Klassiker. Lässt an Landlords und hügelige Wiesenlandschaften denken. Wohl verwandt mit den alten Namen Archimbald oder Erkenbald. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: echt, rein, kühn. 19./20. Jh.: Der Schotte Sir Archibald Geikie macht als Geologe auf sich aufmerksam. Abkürzungen: Archie, Baldo.

Ariel: nicht nur ein männlicher Vorname, sondern auch ein weiblicher. Aus dem Hebräischen. Wahrscheinliche Bedeutung: Löwe Gottes. Vielleicht auch: Held Gottes. Ein Ariel kommt auch in der Bibel vor. 17. Jh.: In —> William Shakespeares letztem Theaterstück »Der Sturm« treibt ein Luftgeist namens Ariel sein Unwesen.

Arilc: kurz und unkompliziert. International. Ursprünglich ein Kosename von —> Ariel. Aus dem Hebräischen. Bedeutung: Löwe Gottes. Abkürzungen: Ricky, Rik.

Arist. Auch Aristid, Aristide: edel und klassisch. Aus dem Griechischen. Bedeutung: Bester, Vornehmster.

Arkadius, Arcadius: wohlklingend, klassisch. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: der aus Arkadien.

Armand, Armant: elegant. Charmanter als die deutschen Pedants —> Hartmann und —> Hermann. Besonders in Frankreich aktuell. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hart, Mann. Abkürzungen: Andi, Nano.

Armin, Arminius: mal mehr, mal weniger »in«. Verwandt mit Hermann. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Heer und Mann. 1. Jh.: Der Cherusker Arminius besiegte die Römer in der Schlacht im Teutoburger Wald. Im 19. Jh. kam der Name wieder auf. Abkürzungen: Arne, Mino.

Arne, Arno: Kurzformen von Namen wie Arnhelm, Arnfried. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Adler.

Arnold, Arnolt, Arnhold: traditionell. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Adler, walten. Im Mittelalter ziemlich beliebt. Im 19. Jh. erneut in Mode. Aus dieser Zeit: Arnold Böcklin, berühmter Maler sowie Arnold Mendelssohn, bekannter Komponist und Musikpädagoge. In Dänemark: Arild; in Frankreich: Arnaud; in Italien und Spanien: Arnaldo, Arnoldo; in Ungarn: Arniko. Abkürzungen: Arie, Arnd, Arne, Arno, Amt, Nolde, Nolte, Ollie, Olly.

Arnulf, Arnolf: aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Adler und Wolf. War lange ein beliebter Name. Abkürzungen: Arnd, Arne, Arno, Amt, Ulf, Uli, Ulli.

Artur, Arthur: ein Klassiker. Kam im 19. Jh. mit anderen Vornamen aus England im deutschen Sprachraum in Mode. Bezieht sich auf die keltische Sage von König Artus, im englischen »King Arthur« genannt, und seiner Tafelrunde. 18./ 19. Jh.: Der Philosoph, Autor und Hochschullehrer Arthur Schopenhauer regte seine Leser schon immer zum Denken an. Beeinflusste maßgeblich Friedrich Nietzsche und wurde unter anderem von —> Richard Wagner, —> Leo Tolstoi, —> Albert Einstein, —> Thomas Mann und Kurt Tucholsky verehrt. Hatte somit auch einen großen Einfluss auf die moderne deutsche Literatur. Außerdem: Der Österreicher Arthur Schnitzler, gesellschaftskritischer Erzähler und Dramatiker, war Mitglied der Wiener Moderne. 19. Jh.: Arthur Conan Doyle mietete seinen bekannten Privatdetektiv Sherlock Holmes in der Baker Street 23 in London ein. Von da aus wurde er zu einer Figur der Weltliteratur. 20. Jh.: Der amerikanische Schriftsteller Arthur Miller bleibt dank seiner Theaterstücke in Erinnerung, außerdem als einer der drei Ehemänner des Hollywoodstars Marilyn Monroe. In Italien: Arturo. Abkürzung: Ari.

Arved, Arvid. Auch Arwed, Arwid: edel und zeitlos. Aus dem Altnordischen. Bedeutung: Adler, weit, vielleicht auch Wald, Baum. Abkürzung: Ari.

Askan, Ascan: edel und zeitlos. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: Eschenspeer, Freund. Andere Formen: Asvin, Aswin, Aschwin. Abkürzungen: Assa, Asso, Vin.

Asmus: moderne Variante von —> Erasmus. Aus dem Griechischen. Bedeutung: liebenswürdig. Abkürzung: Assa.

Athanasius: bestimmt nicht alltäglich. Aus dem Griechischen. Bedeutung: unsterblich. Abkürzungen: Nano, Sio.

Attila. Auch Attilo: bezieht sich auf den Hunnenkönig Attila, der der Sage nach ein düsterer Geselle war. Er errichtete im 4. Jh. mit brutaler Gewalt ein Großreich, scheiterte jedoch schließlich. Abkürzungen: Azzo, Tilo, Till. —> Etzel.

August, Augustus: vor hundert Jahren ein Renner. Bald wieder auf dem Vormarsch? Aus dem Lateinischen. Bedeutung: der Erhabene. Der Zusatz Augustus wurde dem römischen Kaiser Octavian zur Zeit von Christi Geburt vom Senat als Ehrenname verliehen. Seit der Renaissance heißen auch bei uns Könige und Fürsten August: zum Beispiel August der Starke, der Kurfürst von Sachsen und König von Polen. 19. Jh.: Ein besonders erfolgreicher August war der Maschinenbauer August Borsig. Gründete die Borsigwerke in Berlin. Fertigte Dampfmaschinen, später Lokomotiven. 19./20. Jh.: Es gab viele berühmte Namensträger in diesem Zeitraum: August Strindberg gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren. Besonders seine Dramen zählen zu den Klassikern der schwedischen Literatur. War ein sehr unbequemer Charakter und häufig in persönliche Konflikte verstrickt. Mit dem französischen Bildhauer Auguste Rodin begann das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur. Der deutsche Maler August Macke gehörte wie —> Alexej von Jawlensky zur expressionistischen Gruppe »Der blaue Reiter«. Starb viel zu früh im ersten Weltkrieg und hinterließ uns wundervolle Bilder. Im Niederdeutschen: Austen. Abkürzungen: Austin, Gust, Gustl, Justus.

Augustin, Augustinus: abgeleitet von -» Augustus. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: der Erhabene. 4./5. Jh.: In Nordafrika lebte der heilige Augustinus, ein bedeutender Kirchenlehrer, Philosoph und Wissenschaftler. Namenstag: 28. August. Der Name Augustin erinnert manchen an das fröhliche Volkslied »Ach, du lieber Augustin«. In England: Austin. Abkürzungen: Austen, Gust, Gustl, Justus.

Aurel, Aurelius. Auch Aurelian: anspruchsvoll, ausgefallen. Aus dem Lateinischen. Bedeutung: golden. 2. Jh.: Unvergessen ist der römische Kaiser Marcus Aurelius, zugleich Feldherr und Philosoph (Stoiker). In Frankreich: Aurele, Aurelien; in Italien und Spanien: Aurelio.

Axel: lange beliebt. Nordische Form von —> Absalom. Aus dem Hebräischen. Bedeutung: Vater des Friedens. 16./17. Jh.: Graf Axel Gustafsson Oxenstierna stand als kluger Stratege und geschickter Diplomat dem schwedischen König Gustav Adolf zur Seite. Später beriet er Königin Christina I. Mitte des 20. Jh. kam der Name richtig in Mode. 20./21. Jh.: ein moderner Namensträger ist Axel Schulz, ehemaliger deutscher Boxer im Schwergewicht.





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